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Premiere: „Betahlt warrt nich!“

23. Januar 2012 Unterwegs Kein Kommentar

Oldenburg/nb. Am vergangenen Samstag herrschte auf der Bühne im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters ein Ausnahmezustand – Krawall und Protest. Da die Preise für Lebensmittel enorm gestiegen sind, hat Antonia sich der demonstrierenden Menge angeschlossen und einfach nichts bezahlt. Um nicht von ihrem Mann und der Polizei bei solch „extremistischen“ Handlungen erwischt zu werden, versuchen sie und ihre Freundin Maria, das Diebesgut zu verstecken.

Betahlt warrt nich!

„Betahlt warrt nich!“
Foto: Andreas J. Etter

Hierbei kommt es zu einer abwechslungsreichen Entwicklung, die das gesamte Publikum in amüsierter Grundstimmung hält und zu lautem Auflachen animiert. Dario Fos „Betahlt warrt nicht!“ hat seit der Originalfassung von 1974 nicht an Brisanz verloren. Der Literaturnobelpreisträger brachte das Stück 2009 auf den neuesten Stand.

In Zeiten des deutschen Wutbürgers zeigt das Stück realitätsnah auf, dass der korrekte Weg manchmal nicht mehr bezahlbar ist und die Menschen in ihrer Not zu unkonventionellen Handlungen gezwungen sind.

Da gibt es Antonia und Maria, dargestellt von Rita Martens und Petra Bohlen, die die Lebensmittel unter der Jacke verstecken und so innerhalb weniger Stunden hochschwanger geworden sind. Ihre Männer Georg und Jochen, Herwig Dust und Jürgen Müller, die selbst ihre Ader zum Ungesetzlichen entdecken und Lars Möller, der in die Rollen der Polizisten, des alten Vaters, eines Leichenbestatters und wie Tammo Poppinga in die eines Demonstranten schlüpft.

Betahlt warrt nich!

„Betahlt warrt nich!“
Foto: Andreas J. Etter

Mit Musik und Komik begegnet einem ein ernstes Thema, welches mit einer ausgezeichneten Darstellung nachempfindbar und zu einem tollen Erlebnis wird. Verpackt in guten Dialogen und der Ehrlichkeit des Menschseins war herzhaftes Lachen nicht selten von den Zuschauern des niederdeutschen Stückes zu hören.

Es ist zu hoffen, dass die August-Hinrichs-Bühne mit diesem Stück einen großen Erfolg feiern wird. Aber auch ohne Besuchszahlen abzuwarten, wer die Möglichkeit hat, eine der Vorstellungen zu besuchen, der sollte sie ergreifen.

Im Januar ist „Betahlt warrt nich!“ noch am 26., im Februar am 5., 10., 18. und 29., sowie im März am 10., 18., 22. und 28. zu sehen. Weitere Informationen unter www.staatstheater.de.

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Aktuelle Hinweise

Der Veranstalter des Familienmusicals „Wachgeküsst – Das Dornröschenmusical“ (Christian Berg) hat mitgeteilt, dass die für Freitag, 24. Februar, geplante Veranstaltung in Cloppenburg leider ausfallen muss. Die Musicalveranstaltung wird in den Herbst verlegt. Ein genauer Termin wird in Kürze bekannt gegeben. Alle Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Sollte der neue Termin nicht passen, können die Tickets bei den Vorverkaufsstellen, bei denen sie gekauft wurden, zurück gegeben werden. Der Eintrittspreis wird erstattet.

Das Oldenburgische Staatstheater sucht alte Puppen und Puppenteile für seine Inszenierung von Leoš Janáčeks Oper Kátja Kabanová, die am 10. März Premiere im Großen Haus feiert. Die Puppen können ab sofort an der Pforte des Oldenburgischen Staatstheaters, Einfahrt Roonstraße, abgegeben werden. Sie werden nach Gebrauch nicht zurückgegeben.

Tipp des Tages

Heute, 22. Februar, empfehlen wir "Frieda und Anneliese - Das letzte Hemd", um 20 Uhr in der Weser-Ems Halle, Oldenburg.

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Vorpremiere: „Das gibt Ärger“


Vor dem offiziellen Filmstart zeigt das CinemaxX am Mittwoch, 29. Februar, 20 Uhr die Action-Komödie „Das gibt Ärger“ in einer Vorpremiere. Zur Geschichte: FDR (Chris Pine) und Tuck (Tom Hardy) sind Geheimagenten und beste Freunde, die nichts und niemanden zwischen sich kommen lassen – bis sie sich zufällig in dieselbe Frau, die quirlige Marktforscherin Lauren (Reese Witherspoon), verlieben. Tickets für die Vorpremiere sind ab sofort online oder direkt im Kino erhältlich. Die Redaktion verlost dreimal zwei Karten: E-Mail bis 27. Februar unter dem Betreff „Das gibt Ärger“ an gewinnspiel@kulturbeutel53.de.

Ohne helles Köpfchen schlau?


Dave Davis alias Motombo Umbokko kommt am Samstag, 3. März, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) in den Oldenburger Cäciliensaal. Der Toilettenmann stellt Fragen an sein Publikum: Kann man sich als Maximalpigmentierter weiß ärgern? Kann man auch ohne helles Köpfchen schlau sein? Gibt es ethnologisch bedingtes Schwarzfahren? In nicht zu bändigender guter Laune erzählt Motombo, wie er aus dem afrikanischen Nfuddu nach „Deutscheland“ gefunden hat. Lebensweisheiten seines Opas und Einblicke in afrikanische Problemlösungen gehören zu seinem Programm. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0180 – 50 40 300 sowie im Internet unter www.mitunskannmanreden.de. (red) Foto: Privat


Kurt Krömer: „Der nackte Wahnsinn!“


Kurt Krömer geht mit „Der nackte Wahnsinn!“ in die Verlängerung. Ohne Drehbuch und im direkten Kontakt mit dem Publikum heißt es wieder: „Ruff uff die Bühne und dann mal gucken watt kommt." Einfach nur Kurt Krömer „nackt“ und ohne Schnickschnack. Bis es wieder heißt: „Macht’s jut Nachbarn!“. Eintrittskarten für die Veranstaltung in der Oldenburger Weser-Ems Halle am 12. März sind unter www.ticketmaster.de und unter der Ticket-Hotline: 01805 - 969 0000 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. (red) Foto: Privat


Literatur trifft Basketball


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